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| Tovareća mužika ("Eselsmusik") |
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Die Fischerei in Sali hat eine jahrhundertlange Tradition, und von besonderer Bedeutung ist der Barschfischenfang. Normalerweise leuchtete man auf dem Schiff ein Licht, derer Helle die Fischenschwärme anzog, und dazu hat das Schiff ein Horn, mit dem ein Zeichen den anderen Fischern gegeben wurde, wann die Fische mit dem Netz umschlossen werden. Deshalb hatte jedes Haus ein Horn als Gebrauchsgegenstand.
Die jüngere Generation hat jedoch das Horn auch dazu benutzt, mit diejenigen Scherze zu treiben, die in späteren Jahren heirateten, bzw. im Fall der Heirat einer Witwe/ eines Witwers.
Solche "Serenaden für die Neuvermählten" haben sie "tovareća mužika" ("Eselsmusik") genannt. Im Jahr 1960 hat eine ältere unverheiratete Frau einen Witwer im Ort Zaglav geheiratet. Sie hatten vor, diese Heirat geheim abzuhalten, aber die Jugendlichen haben es erfahren und sie haben einen Scherz organisiert. Sie sind dem Hochzeitszug hinterhergegangen und haben in die Hörner geblasen und metallene Werkzeugteile und eiserne Bügeleisen geschlagen. Um sie loszuwerden, haben der Bräutigam und die Braut sie zum Trinken eingeladen, aber die Spaßvögel haben auf dem Weg zurück ins Dorf entschieden, ähnliche "Konzerte" für eigenen Genuss zu organisieren.
So ist die "Eselsmusik" ein Bestandteil der lokalen Feste geworden, und sie ist durch das jahreslange Wiederholen auch ein Teil der Tradition von Sali geworden. Die meisten Jungs betrachten es als Ehre, an Konzerten und begleitenden Späßen teilzunehmen.
Mit der Zeit haben sie auch ihre eigene ungeschriebene Regel gesetzt. Sie tragen die Kleidung, die den festlichen Anzügen von Arbeitern aus der Fischfabrik ähnelt und diese Kleidung besteht in ihrem Ort seit mehr als 90 Jahren.
Auf den Köpfen tragen sie Seemännerkappen, die man "rašketa" nennt. Obwohl nur Gie geschickteren auf dem Horn mehr als 3 Töne spielen können, stehen auf ihrem Repertoire mehrere Kompositionen. Besonders attraktiv wirkt die rhythmische Begleitung auf verschiedenen Haushaltsgegenständen. Sie versammeln sich in einem Dörflein namens Zmorašnje selo, und dort fangen sie bei der Pfarrkirche der Hl. Maria und gehen bis zum Dorfzentrum Ravanac. Hier begrüßen sie die zusammengekommene Dorfbewohner und gehen dann weiter, neben der Kirche des Hl. Rocco zum Hafen Porat hinunter, wo sie ein paar Kreise herummachen.
Sie halten an einigen verpflichtenden Plätzen, wo sie Instrumente spielen, verschiedene Figuren aufführen und Scherze treiben. Alles wird vom ¨Meštar¨ (Meister) geleitet, der sehr einfallsreich und spaßhaft die ganze Zeremonie führt. Das Fest endet früh am Abend, wann die ganze Festgesellschaft zusammen mit Meštar in Porat langsam ins Meer hineingeht, die ganze Zeit spielend, bis das Wasser zum Hals kommt und dann bleiben sie stehen, mit den Instrumenten in den Händen hoch über das Wasser.
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